CDU Rheinisch-Bergischer Kreis 
Besser für die Menschen
  08:03 Uhr | 10.09.2010
   
Presse
30.04.2010, 12:38 Uhr | KStA: Malte Ewert Übersicht | Drucken
KStA: Von der Schafweide in die Politik

Christdemokrat Rainer Deppe kandidiert zum zweiten Mal für den Wahlkreis 22. Der Overather strebte nie die Karriere als Berufspolitiker an. Er wurde zuerst staatlich geprüfter Landwirt.


Rhein-Berg - Der Landtagsabgeordnete kommt ein paar Minuten zu spät. Das ist sonst nicht seine Art. Er entschuldigt sich und gesteht: „Ich hab' mich festgelesen.“ Im Dom-Laden neben dem Gotteshaus war er, ein klerikales Buch hat sein Interesse geweckt - und schon war's passiert. Rainer Deppe ist ein regelmäßiger Kirchgänger. Die Frage nach seinem Lieblingsort war deshalb schnell beantwortet: „Der Altenberger Dom ist der geistige und der geistliche Mittelpunkt des Kreises. Außerdem lebt er die Ökumene vor. Denn er dient als Heimstatt für Katholiken und Protestanten. Das finde ich gut.“

Rainer Deppe ist Titelverteidiger im Landtagswahlkreis 22. Der ist identisch mit dem Rheinisch-Bergischen Kreis (inklusive Wermelskirchen, Leichlingen und Burscheid) ohne Bergisch Gladbach und Rösrath. Deppe bekommt hautnah mit, dass das Kreisgebiet keine Einheit ist. Der Nordkreis tendiert nach Leverkusen oder Solingen, der Süden nach Köln. „Ein Symbol für die Zerrissenheit des Kreises“ ist für ihn eine Kneipe in Leichlingen: „Dort wird tatsächlich Kölsch und Alt gezapft.“

Also reden wir lieber über erfreuliche Dinge. Über seine Karriere zum Beispiel: vom Schafzüchter zum Landtagsabgeordneten. Rainer Deppe wollte immer Landwirt werden. Seine Eltern fanden das nicht so gut und überredeten ihn zu einem Jura-Studium. Das wiederum fand Deppe nicht so gut und brach noch vor dem Examen ab. Er wurde staatlich geprüfter Landwirt, legte sich eine Schafzucht zu und war lange Jahre alles andere als ein Mensch mit Hang zum Berufspolitiker.

Ganz von der Politik lassen mochte er aber auch nicht: „Ich brauche den Umgang mit Menschen.“ Nach Jahren im Bergisch Gladbacher Stadtrat und später im Overather Stadtverband ereilte ihn der Ruf, Geschäftsführer der Kreis-CDU zu werden. Dass Deppe fleißig und zuverlässig ist, hatte sich herumgesprochen. Es schlossen sich Jobs als Lobbyist im Bundesverband der Holzwirtschaft und in der Rheinischen Versorgungskasse an, bis der ehemalige Landrat Rolf Hahn seinen freiwilligen Rückzug aus dem Landtag andeutete. Deppe meldete seine Kandidatur an und wurde gewählt. Das war vor fünf Jahren. „Ich versuche zu helfen und Türen zu öffnen“, lautet seitdem seine Devise. Er erledigt seine Arbeit auf ruhige Art, aber nachhaltig. Das kommt gut an bei seinen Wählern. Naturschutz und Umweltpolitik blieben auch in Düsseldorf sein Steckenpferd. Wenn ihm die CDU nicht auch eine christliche Heimat bieten würde, könnte man ihn sich fast bei den Grünen vorstellen.

Rainer Deppe ist 53 Jahre alt und mit Ehefrau Bettina seit 31 Jahren verheiratet. Vier Kinder haben die beiden - und ein Haus in der Ortschaft Hufenstuhl oberhalb von Overath. Die Wiesen ringsumher kennt er, da haben mal seine Schafe gegrast. Nun stehen dort an den Straßen Wahlkampfplakate mit seinem Bild: „Das habe ich mir vor zehn Jahren auch nicht träumen lassen.“



aktualisiert von Thomas Frank, 30.04.2010, 12:40 Uhr

  Ältere Artikel finden Sie im Archiv.
News-Ticker
Termine
Presseschau
Newsletter abonnieren
Bleiben Sie stets auf dem Laufenden!
Ihre E-Mail Adresse:

 
1.07 sec. | 38823 Views